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Angelehnt an die Geschichte von Rudolf Höß, der von 1940 bis 1943 Lagerkommandant in Auschwitz war, erzählt John Boyne durchgehend mit dem naiven Blick eines Kindes den Schrecken des Konzentrationslagers.
Ein großartiger Roman, der zukünftig in den Schulbibliotheken zur Grundausstattung gehören wird und ein viel versprechender Anwärter auf den Deutschen Jugendliteraturpreis. |
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1962, die sexuelle Revolution ist noch fern, doch für Florence und Edward wird diese Nacht die erste sexuelle Erfahrung überhaupt ... und ein Desaster sein ...
Bei Ian McEwan verändern nur wenige Stunden eines Tages zwei Leben von Grund auf - schlicht durch Nichtstun. Ein genialer Erzähler. |
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Der Verdacht, dass der Vater der Täter ist, erhärtet sich nicht nur durch das Abhören der Protokolle der Notrufzentrale. Hier hat kurz vor der Tat die kleine Tochter ihren letzten Anruf getätigt. Beschuldigte sie tatsächlich ihren Vater mit ihrem letzten Satz? Die drei Kinder wurden mit ihrer Mutter von der Polizei tot in ihrem Haus aufgefunden, allein der Vater hat nach einer Operation überlebt.
Aber insgesamt ein Krimi, der seine Chancen, die zweifellos vorhanden sind, leider nicht nutzt. |
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Über fünf Jahre hat Falcones, ein Spezialist für die Rechtsgeschichte Kataloniens im 14. Jahrhundert, an seinem mächtigen Wälzer gearbeitet. Wie ein roter Faden zieht sich die Erbauung der Kirche Santa Maria del Mar in Barcelona durch seinen Roman.
Ildefonso Falcones hat die wunderbare Gabe, dass er sein immenses Wissen über das Mittelalter leichthändig in diese großartige Geschichte einarbeiten kann. Und mit Spannung liest man die Verwicklungen, mit denen Arnau und Joan zu kämpfen haben. |
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Voller Angst und Zweifel flüchtet Sam für einige Tage nach Hastings - jetzt hat er eine Auszeit nötig. Mit einem verzweifelten Wurf schmeißt er sein Handy ins Meer.
Nick Hornby hat die besondere Gabe, dass er sich wunderbar in halbwüchsige Jungs einfühlen kann - genau betrachtet, werden Hornbys männliche Romanfiguren nie so richtig erwachsen. |
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An dem Tag, als amerikanische Soldaten mitten in der Nacht eine überfallartige Hausdurchsuchung vornehmen, ist der so entfernt erscheinende Krieg in der Wüste angekommen. Ergebnislos ziehen die Soldaten wieder ab, sie haben nirgendwo die gesuchten Waffen gefunden, doch vor den Augen des Erzählers wurde seine Familie völlig grundlos gedemütigt und die Ehre für immer verletzt.
Das Buch bietet eine lohnende Auseinandersetzung mit dem Krieg im Irak und der Sichtweise der Betroffenen, wobei Khadra jede schwarz-weiß Malerei vermeidet, sondern den unterschiedlichen Positionen Stimmen verleiht. Ob die Vernunft am Ende siegt? Wann hat diese im Krieg je den Sieg errungen? |
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s beginnt mit einer bunt durcheinandergewürfelten Familie voller Halbwaisen und Waisen. Anna und Claire leben zusammen mit ihrem wortkargen Vater auf einer Farm in Kalifornien. Die beiden Mädchen wachsen wie Schwestern auf. Der Vater hat bei der Geburt Annas, als ihre Mutter damals starb, beschlossen, auch Claire in seine Familie aufzunehmen, da ihre Mutter die Geburt ebenfalls nicht überlebte.
Genau um diese fast unsichtbaren biografischen Fäden, die von der Vergangenheit in die Gegenwart reichen, geht es Ondaatje. Hauchzart beschreibt er sie in Andeutungen, kleinen Hinweisen, die beim ersten Lesen nicht immer sofort erkennbar sind. |
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Als ihn eines Tages der Anwalt Norton anspricht, ob er nicht mit seinem Mandanten, dem Angeklagten Marcus Garvey sprechen und dessen Erlebnisse im Kongo aufschreiben könnte, griff Thommy Thomson (19) zu.
Bereits "Im Rausch der Stille" kämpfte der Protagonist mit tierähnlichen Wesen und auch im zweiten Roman gibt es mitten in Afrika ziemlich ungewöhnliche unterirdische Bewohner. Für Piñol als ausgebildeten Anthropologen, der über das Volk der Mbuti im Ostkongo gearbeitet hat, ist dies natürlich ein reizvolles Motiv. Doch man darf sich nicht täuschen lassen. Am Ende dreht er dem Leser eine lange Nase und voller Verblüffung stellt man fest, dass man mit großem Vergnügen einem grandiosen Geschichtenerzähler auf den Leim gegangen ist. |
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Nicholas Shakespeare -
Sturm |
Für Alex und Merridy ist das Zusammenleben nicht so einfach. Jeder kennt die Verletzungen des anderen und als sich ein Kind auch nach Jahren nicht ankündigt, wirbelt ein Sturm, bei dem sie einen jungen Mann aus dem Wasser bergen, ihren gerade eingerichteten Ehetrott gewaltig durcheinander.
"Sturm" ist ein Roman für alle Sinne mit eindrucksvollen Charakteren und ungewöhnlicher Kulisse und kann ohne Vorbehalt empfohlen werden. |
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Unbenommen, die Ausgangsidee ist brillant. Zusak erteilt dem Tod das Wort und aus dieser ungewöhnlichen Perspektive erzählt er die Geschichte des Mädchens Liesel, das in München bei Pflegeeltern aufwächst, als die Nationalsozialisten die Macht übernehmen. I
Die "Bücherdiebin" ist mehr als ein gutgeschriebener historischer Roman. Zusak vereint erfolgreich die Historie mit der Welt der Literatur und Fantasie, |
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