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Immer lieb sein ist langweilig Kirsten Boie und Jutta Timm - Nee! sagte die Fee Nee, das ist das Lieblingswort der kleinen Fee. Gleichgültig, ob es nun darum geht, die Flügel zu putzen, oder den Zauberstab auf Hochglanz zu polieren. Die Füße waschen? Auf keinen Fall. Dann zaubert die kleine Fee lieber - Hokuspokus -Schuhe an die Füße, das ist viel praktischer; schließlich sieht dann keiner mehr, wie die Füße aussehen. Im übrigen sind das alles sowieso Dinge, die von guten, wohlerzogenen kleinen Feen gemacht werden. Und die sind gähnend langweilig. ![]() Viel lustiger ist es eine böse Fee zu sein. Und das probiert die kleine Fee sofort aus. Schwuppdiwupp zaubert sie eine ganze Rehfamilie auf die Bäume, versetzt die Waschbären in einen hundertjährigen Schönheitsschlaf und die Hasen hüpfen als wild quakende Frösche durch die Wiese. Doch auf Dauer ist es gar nicht so leicht, immer eine böse, trotzige Fee zu sein. Vor allem, wenn man dringend einen Freund braucht, der einem aus der Patsche hilft, wenn der Zauberstab mal wieder nicht zu finden ist. Kirsten Boie, die bekannte und erfolgreiche Kinderbuchautorin beschreibt sehr witzig eine kleine, trotzige Fee, die bei den Menschenkindern nicht ganz unbekannt ist. Die farbenfrohen, schwungvollen Illustrationen von Jutta Timm, die mit dem UNICEF-Preis und dem amerikanischen North South Book Prize ausgezeichnet wurde, lassen die kleine Fee nur so durch die Lüfte sausen. Sehr realistisch das Ende übrigens, als Mama Fee, die kleine Fee fragt: "Glaubst du denn, dass die Böse Kleine Fee morgen wieder eine Gute Kleine Fee sein wird?" Die Antwort? Natürlich, nee, denn so schnell gibt eine kleine Fee einfach nicht auf. Lesealter ab 3 Jahren![]() Kirsten Boie und Jutta Timm - Nee! sagte die Fee Illustrationen von Jutta Timm 2000, Hamburg, oetinger, 28 S., ![]() ![]() ![]() | |
![]() ![]() ![]() © by Manuela Haselberger rezensiert am 31.5.2000 Quelle: http://www.bookinist.de layout © Thomas Haselberger
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