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BOOKER PRIZE 2002

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Schiffbruch mit Tiger? Diese Geschichte würden Sie nicht glauben? Kein Wunder. Fantastisch. Verwegen. Atemberaubend. Wahnsinnig komisch. Eine Geschichte, die Sie an Gott glauben lässt. Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt - alle, außer Pi. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odysee beginnt.

Klappentext
S. Fischer -Verlag



Schiffbruch mit Tiger
Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger

m Original verrät Yann Martels Titel "Life of Pi" wenig über den Inhalt seines Romans, mit dem er über Nacht international berühmt wurde, nachdem er den renommierte Booker Prize 2002 dafür erhielt. Im Deutschen ahnt man schon ein wenig, auf was man sich mit der Lektüre "Schiffbruch mit Tiger" einlässt. Doch, wie gesagt, es ist nur eine Ahnung.

»Ich weiß, was Sie wollen. Sie wollen eine Geschichte, die Sie nicht überrascht. Eine, die Ihnen bestätigt, was Sie schon wissen. Eine, die Sie nicht weiter und nicht tiefer blicken lässt, eine, die Sie nicht mit neuen Augen betrachten müssen. Sie wollen eine zweidimensionale Geschichte. Eine leblose Geschichte. Die Dürre der Wirklichkeit, in der keine Saat aufgeht. «

Wenn Sie alle obigen Sätze mit einem Kopfschütteln beantwortet haben, dann sollten Sie schleunigst zu Yann Martels Buch greifen, denn Sie sind genau der richtige Leser für seine absolut haarsträubende Story.

Pi, eigentlich ist der Junge auf den etwas ungewöhnlichen Namen Piscine getauft, lebt zusammen mit seiner Familie in Indien. Am liebsten beschäftigt er sich mit den unterschiedlichen Religionen. Bei den Hindus wird er ebenso gern gesehen wie bei den Christen und den Moslems. Und seine besten Freunde sind die Tiere, denn seine Klassenkameraden hänseln Piscine oft genug wegen seines Namens. Die Verwandtschaft zu "Pisser" und alles was damit zusammenhängt ist zu offensichtlich. Mit der Abkürzung Pi ist den Spöttern der Wind aus den Segeln genommen.

Seiner Tierliebe kann Pi hemmungslos frönen, ist doch sein Vater der Besitzer eines kleinen Zoos. Allerdings zwingt die politische und wirtschaftliche Situation in den 70er-Jahren die Familie dazu, nach Kanada zu Verwandten auszuwandern. Leider können sie nicht alle Zoobewohner verkaufen und so begleitet eine kleine Menagerie die Familie mit dem Schiff nach Westen. Bei der Überfahrt kommt es zur Katastrophe: das Frachtschiff sinkt. Nur Pi kann sich durch eine glückliche Fügung in ein Rettungsboot retten. Doch er ist nicht allein an Bord. Eine Hyäne hat sich schon den besten Platz reserviert, ein Tiger kommt dazu und auf einer riesigen Menge Bananen treibt ein Orang-Utan heran.

Nach einer mehrmonatigen Reise, es sind genau 227 Tage, zählen nur noch Pi und der Tiger namens Richard Parker zur Besatzung. Wie es dazu kommt? Das ist eine Abenteuergeschichte der Extraklasse, eine Robinsonade, die mit ihren unerwarteten Wendungen und ihrem ungewöhnlichen Personal die Leser in Atem hält. Gleichgültig, welche Bücher Sie bisher gelesen haben, eine solche Geschichte war garantiert noch nicht dabei. Selbst wenn Sie glauben, dass es für einen Menschen ganz und gar unmöglich ist, zusammen mit einem Tiger Schiffbruch zu erleiden und auch noch zu überleben, dann hat Yann Martel noch an eine ganz andere Möglichkeit gedacht. Aber lesen Sie selbst.
manuela haselberger


Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger
Originaltitel: »Life of Pi«, 2002
Übersetzt von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié

gebunden
2003, Frankfurt, S. Fischer Verlag, 382 S., 19.90 (HC)
Audiobook
2003, Universal music, 6 CDs., 31 (CD)


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Vorbemerkung des Autors

Dieses Buch ist entstanden, weil ich hungrig war. Das muss ich erklären. Im Frühjahr 1996 kam in Kanada mein zweites Werk, ein Roman, heraus. Es war kein Erfolg. Rezensenten wussten nichts damit anzufangen oder verurteilten es mit halbherzigem Lob. Leser ließen es liegen. Ich mühte mich, im Medienzirkus den Clown oder den Trapezkünstler zu spielen, aber es half alles nichts. Das Buch verkaufte sich nicht. In den Läden standen die Bücher in langen Reihen wie Schuljungen, die zum Fußball oder Baseball angetreten sind, und meines war der picklige, ungelenke Knabe, den keiner in seiner Mannschaft haben wollte. Es verschwand schnell und in aller Stille.

Allzu viel machte mir das Fiasko nicht aus. Ich hatte schon mit einer anderen Geschichte begonnen, einem Roman, der 1939 in Portugal spielte. Aber irgendwie war ich unruhig. Und ich hatte ein wenig Geld.

Also flog ich nach Bombay. So abwegig, wie es sich anhören mag, ist das nicht, wenn man sich eist einmal drei Dinge klarmacht: Dass es kein lebendiges Wesen gibt, dem eine Dosis Indien nicht die Unruhe austreibt; dass man dort auch mit wenig Geld weit kommt; und dass ein Roman, der im Jahr 1939 in Portugal spielt, nicht unbedingt viel mit Portugal und 1939 zu tun haben muss.
Ich war schon einmal in Indien gewesen, fünf Monate im Norden des Landes. Bei jener ersten Reise hatte ich keine Ahnung, was mich auf dem Subkontinent erwartete. Oder besser gesagt, ein einziges Wort hatte ich zur Einstimmung. Als ich einem Freund, der das Land gut kannte von meinen Reiseplänen erzählte .
S.7


Kapitel I

Ich hatte so viel gelitten, ich war ein finsterer und trauriger Mensch geworden. Wissenschaftliche Arbeit und der Trost der Religion brachten mich allmählich ins Leben zurück. Meinem Glauben, so abwegig er manch einem auch vorkommen mag, bin ich treu geblieben. Nach einem Jahr auf der High School ging ich an die Universität von Toronto und schrieb mich für einen Bachelor-Studiengang mit zwei Hauptfächern ein. Die beiden Fächer waren Religionswissenschaften und Zoologie. Im ersten widmete ich meinen Examensessay gewissen Aspekten der Kosmogonie Isaak Lurias, des großen Kabbalisten, der im 16. Jahrhundert in Safed tätig war. Als Abschlussarbeit in Zoologie schrieb ich eine Funktionsanalyse der Schilddrüse des Dreifingerfaultiers. Ich wählte das Faultier, weil es mit seinem Lebenswandel - ruhig, still, in sich gekehrt - meinem zerrütteten Ich ein wenig Trost bot.

Es gibt Zweifingerfaultiere und es gibt Dreifingerfaultiere, wobei das Unterscheidungsmerkmal die Vorderbeine sind, denn an den Hinterbeinen haben alle Faultiere drei Finger. Ich hatte das große Glück, dass ich einen Sommer lang das Dreifingerfaultier in den Dschungeln von Äquatorialbrasilien in situ studieren konnte. Es ist ein äußerst faszinierendes Geschöpf. Im Grunde ist die Trägheit sein einziger Wesenszug. Es schläft oder ruht im Durchschnitt zwanzig Stunden am Tag. Unser Team untersuchte die Schlafgewohnheiten von fünf wild lebenden Dreifingerfaultieren, indem wir ihnen am frühen Abend, wenn sie eingeschlafen waren, leuchtend rote, mit Wasser gefüllte Plastikschälchen auf die Köpfe stellten. Wir konnten sehen, dass sie am nächsten Morgen, wenn sich im Wasser schon die Insekten tummelten, noch immer an Ort und Stelle waren. Am regsten ist das Faultier bei Sonnenuntergang, wobei das Wort rege hier mit größtmöglicher Relativität zu verstehen ist. Das Tier bewegt sich in seiner charakteristischen hängenden Haltung mit einer Geschwindigkeit von etwa 400 Metern die Stunde den Ast eines Baumes entlang. Am Boden kriecht es, wenn es motiviert ist, mit einem Tempo von 250 Metern die Stunde zu seinem nächsten Baum, das heißt 440-mal langsamer als ein motivierter Gepard. Unmotiviert legt es vier bis fünf Meter die Stunde zurück.

Über die Außenwelt erfährt das Dreifingerfaultier nicht viel. Auf einer Skala von 2 bis 10, bei der die 2 für außerordentliche Dumpfheit und 10 für extreme Wachheit steht, stufte Beebe (1926) den Tast-, Geschmacks- und Gesichtssinn und das Gehör des Faultiers mit 2 ein, den Geruchssinn mit 3. Trifft man auf freier Wildbahn auf ein schlafendes Dreifingerfaultier, so genügt es in der Regel, es zwei- oder dreimal anzustoßen, um es zu wecken. Es wird sich dann schläfrig in jede erdenkliche Richtung umsehen, nur nicht in die, aus der der Stoß kam. Warum es sich umsieht, weiß man allerdings nicht, denn das Faultier sieht wie Mr. Magoo alles nur durch einen Nebel. Was das Gehör angeht, ist ein Faultier nicht wirklich taub; es interessiert sich nur nicht für Geräusche. Beebe berichtet, dass er neben schlafenden oder fressenden Faultieren Gewehre abfeuerte und kaum eine Reaktion damit hervorrief. Und den etwas höher entwickelten Geruchssinn eines Faultiers sollte man auch nicht überschätzen. Es heißt, sie könnten abgestorbene Äste riechen und dann meiden, doch Bullock (1968) berichtet, dass Faultiere »häufig« zu Boden fallen, weil sie sich an abgestorbenen Asten festhalten.

Man fragt sich, wie ein solches Tier überleben kann.
Es überlebt, weil es so langsam ist. Trägheit und Schläfrigkeit schützen es vor allen Gefahren, sie sorgen dafür, dass ein Jaguar oder Ozelot, dass Harpyien und Anakondas das Faultier überhaupt nicht wahrnehmen. Im Pelz des Faultiers gedeiht eine Algenart, die in der Trockenzeit braun und in der Regenzeit grün ist, und so fügt sich das Tier stets in das Moos und Blattwerk seiner Umgebung ein und wirkt wie ein Ameisen- oder Eichhörnchennest oder einfach nur wie ein Teil des Baumes. Das Dreifingerfaultier lebt ein friedliches Vegetarierleben in vollkommenem Einklang mit seiner Umgebung.

»Stets hat es ein gutmütiges Lächeln auf den Lippen«, schreibt Tirler (1966). Es ist ein Lächeln, das ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Ich bin keiner, der leichtfertig menschliche Charakterzüge oder Gefühlsregurigen auf Tiere projiziert, doch viele Male, wenn ich in jenem Monat in Brasilien ein ruhendes Faultier betrachtete, hatte ich den Eindruck, dass ich in der Gegenwart eines an den Füßen hängenden, tief in seine Meditation versenkten Jogis war oder eines ganz dem Gebet ergebenen Eremiten, in der Gegenwart von Wesen großer Weisheit, deren inneres Leben jenseits all meiner wissenschaftlichen Forschungen lag. Manchmal gerieten mir meine beiden Studienfächer durcheinander. Manche meiner Kommilitonen bei den Religionswissenschaftlern - wirrköpfige Agnostiker, die nicht wussten, welche Seite oben war, allesamt der Vernunft ergeben, jenem Katzengold der Intelligenz - erinnerten mich an das Dreifingerfaultier; und das Dreifingerfaultier, ein so perfektes Beispiel für das Wunder des Lebens, erinnerte mich an Gott. Mit meinen Naturkundekollegen war das Leben leicht. Naturwissenschaftler sind ein freundliches, gottloses, hart arbeitendes, biertrinkendes Volk, dessen Verstand mit Sex, Schach und Baseball beschäftigt ist, wenn er einmal nicht an Wissenschaft denkt.

Ich war, wenn ich mich selbst loben darf, ein ausgezeichneter Student. Vier Jahre hintereinander war ich der Beste am St Michael's College. Ich errang jede Auszeichnung, die das Zoologische Seminar zu vergeben hatte. Und wenn ich bei den Religionswissenschaftlern keins bekam, dann lag das schlicht und einfach daran, dass dort keine vergeben wurden (jeder weiß, dass der Lohn für solche Studien nicht in irdischer Hand liegt). Ich hätte die Medaille des Generalgouverneurs bekommen, die höchste Ehre, die von der Universität Toronto an Undergraduates vergeben wird - nicht wenige angesehene Kanadier haben sie erhalten -, wäre da nicht ein rotgesichtiger Rindfleischesser mit einem Hals wie ein Baumstamm und einer unerträglich guten Laune gewesen.

Noch heute tut es ein wenig weh, dass ich übergangen wurde. Wenn man viel im Leben gelitten hat, dann ist jeder neue Schmerz entsetzlich und belanglos zugleich. Mein Leben ist wie ein Vanitasstillleben eines alten Niederländers. Ich habe stets einen grinsenden Totenschädel zur Hand, der mich an die Vergeblichkeit allen menschlichen Strebens gemahnt. Ich verspotte diesen Schädel. Ich sehe ihn an und sage: »Da bist du an den Falschen geraten. Du glaubst vielleicht nicht an das Leben, aber ich glaube nicht an den Tod. Mach, dass du weiterkommst.« Der Schädel lacht gehässig und rückt noch ein Stückchen näher, aber das wundert mich nicht. Es ist ja nicht die biologische Notwendigkeit, die den Tod immer die Nähe des Lebens suchen lässt - es ist der Neid. Das Leben ist so schön, dass der Tod sich in es verliebt hat, ein eifersüchtiger, gieriger Liebhaber, der an sich rafft, was er zu fassen bekommt. Aber das Leben macht mühelos den Sprung über das Vergessen, verliert ein Eckchen oder zwei, nichts Wichtiges, und Düsternis ist nichts als der flüchtige Schatten einer Wolke. Der Rotgesichtige bekam auch das Rhodes-Stipendium. Ich trage es ihm nicht nach, und ich hoffe, dass er in Oxford glücklich und weise geworden ist.

Sollte Lakshmi, die Göttin des Reichtums, mir jemals wohlgesonnen sein, dann ist Oxford die fünfte auf der Liste der Städte, die ich noch besuchen möchte, bevor meine Tage vorüber sind, nach Mekka, Varanasi, Jerusalem und Paris. Zu meinem Arbeitsleben weiß ich nichts zu sagen, nur dass eine Krawatte eine Schlinge ist, und auch wenn man sie falsch herum um den Hals hat, kann sie einen Mann erwürgen, wenn er nicht Acht gibt. Kanada liebe ich. Mir fehlen die indische Hitze, das Essen, die Eidechsen an den Wänden, die Musicals im Kino, die Kühe, die durch die Straßen ziehen, das Krächzen der Krähen, sogar die Diskussionen über Cricket - aber Kanada liebe ich. Es ist ein wunderbares Land, wenn auch nach allen vernünftigen Maßstäben viel zu kalt, ein Land bewohnt von aufrechten, klugen Menschen, die alle dringend einen besseren Friseur bräuchten. Und in Pondicherry habe ich nichts, wohin ich zurückkehren könnte.

Richard Parker ist bei mir geblieben. Ich habe ihn nie vergessen. Darf ich sagen, dass ich ihn vermisse? Ich vermisse ihn. In meinen Träumen erscheint er mir noch. Eigentlich sind es Alpträume, aber Alpträume voller Liebe. So etwas gibt es, so seltsam ist das menschliche Herz. Bis heute verstehe ich nicht, wie er mich einfach so verlassen konnte, ohne einen Abschiedsgruß, ja ohne einen Blick zurück. Das ist ein Schmerz wie ein Axthieb nach meinem Herzen.

Die Ärzte und Schwestern im Hospital in Mexiko waren unendlich freundlich zu mir.
Auch die anderen Patienten. Krebskranke, Unfallopfer, sobald sie meine Geschichte hörten, kamen auf Krücken und in Rollstühlen herüber, sie wollten mich sehen, mit ihren ganzen Familien, obwohl kein Einziger von ihnen Englisch sprach, und ich sprach kein Spanisch. Sie lächelten mich an, schüttelten mir die Rand, streichelten mir den Kopf, ließen Essen und Kleider als Geschenke auf meinem Bett zurück. Sie rührten mich so sehr, ich lachte und weinte in einem fort, ich konnte nicht anders.

Schon binnen ein paar Tagen konnte ich stehen, sogar ein, zwei Schritte gehen, trotz Schwindel und Übelkeit und meiner großen Erschöpfung. Bluttests ergaben, dass ich anämisch war, mir sehr hohem Natrium- und niedrigem Kaliumgehalt im Blut. Wasser sammelte sich in meinem Körper, und die Beine schwollen entsetzlich an. Es sah aus, als hätte mich jemand auf ein Paar Elefantenbeine gestellt. Mein Urin war ein tiefdunkles Gelb, fast schon Braun. Nach einer guten Woche konnte ich schon wieder einigermaßen gehen und konnte Schuhe anziehen, wenn ich sie nicht zu band. Meine Haut wurde heil, auch wenn ich heute noch Narben auf Schultern und Rücken habe.

Das erste Mal, als ich einen Wasserhahn aufdrehte, war das laute, entsetzlich verschwenderische Gurgeln und Sprudeln ein solcher Schock, dass ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte und mir in den Armen einer Krankenschwester die Sinne schwanden.

Als ich zum ersten Mal in Kanada in ein indisches Restaurant ging, aß ich mit den Fingern. Der Kellner sah mich kritisch an, dann sagte er: »Na, frisch vom Boot, was?« Ich erbleichte. Meine Finger, noch in der Sekunde zuvor Geschmacksknospen, die das Essen ein paar Augenblicke früher genossen als die Zunge, wurden schmutzig unter seinen Augen. Sie erstarrten wie Gauner auf frischer Tat ertappt. Ich wagte nicht sie abzulecken. Verstohlen wischte ich sie an meiner Serviette ab. Er wusste nicht, wie tief diese Worte mich verletzten. Wie Nägel, die mir ins Fleisch getrieben wurden. Ich griff zu Messer und Gabel. Ich hatte solche Werkzeuge kaum je benutzt. Mir zitterten die Hände. Mein Sambar schmeckte nach gar nichts mehr.
S.17-22


Lesezitat nach Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger










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Yann Martel

Selbst

© 1997


10.2.2003

by Manuela Haselberger
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