"Tanja Kinkel - Venuswurf"

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Bookinists Buchtipp zu

eine seriöse, römische Geschichte

Dominik Weiss

Die Reise des Favonius

© 2000

Zunächst muß unbedingt gleich zu Anfang die profunde Kenntnis des jungen Autors Dominik Weiss gelobt werden, mit der er seinen Roman "Die Reise des Favonius" geschrieben hat.

Selten erfährt man als Leser das umfassende Gefühl, man wäre beinahe selbst dabeigewesen. Häufig ergehen sich Autoren in belehrenden und im Endeffekt doch nur selbst angelesenen Exkursen über Ess- und Trink, Schlaf- und Sexgewohnheiten der Menschen damaliger Zeiten, die sie wie Inseln in ihren historischen Roman einschleusen. Ein Aufsatz eben, abgegrenzt und alleinstehend vom übrigen Text- und Geschichtenfluß - austauschbar.

Diesen planerischen Baukastenfehler begeht Dominik Weiss nicht;

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Bookinists Buchtipp zu

durchaus mit Kinkel vergleichbare Qualität

H-D. Stöver

Mord nach der Vorstellung

© 1998

Lebhaft schildert Stöver die antike römische Metropole - er lässt seine Tillia durch die Stadt wandern, beschreibt römische Mode, Sitten und Gepflogenheiten, lässt einen damals noch unbekannten, siebzehnjährigen Dichter (Iuvenalis) auftreten und den Leser auch schon einmal auf der Großbaustelle des Kollosseums umhermarschieren, das damals noch gar nicht so hieß.

Ein spannender Roman, obwohl die Auflösung am Schluss beinahe ein wenig banal ist, aber ganz sicher zielgruppengerecht. Ältere Kinder, die sich in Geschichte oder Latein mit der damaligen Zeit auseinandersetzen müssen, bekommen hier eine vergnügliche Lektion geboten;

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"Tanja Kinkel - Venuswurf"


Venuswurf
"Tanja Kinkel - Venuswurf"

er Venuswurf ist bei den Würfelspielern im Rom des Jahres 7 nach Christus ein ganz besonderes Ereignis. So wird der höchste Wurf bezeichnet, der im Spiel möglich ist. Der Verlierer hat vielleicht nur einen "Hund" gewürfelt und ist fluchend am Glück vorbeigeschrammt. Doch: "wenn man die Würfel nicht in die Hand nimmt, dann gelingt einem der Venuswurf nie und man bleibt bei den Vierbeinern."

Derartige Tatsachen hat Tertia schnell begriffen. Ihre Eltern, arme Bauern, mussten sie nach Rom als Sklavin verkaufen und da sie kleinwüchsig ist, erwirbt sie schnell als Zwergin einen besonderen Ruf. Speziell dafür legt sie sich auch den schönen neuen Namen Andromeda zu. Immerhin wurde er ihr vom großen Dichter Ovid verliehen, als sie ihm zum ersten Mal im Haus ihrer neuen Herrin Julilla begegnet. Julilla ist die Enkelin des mächtigen Kaisers Augustus und gehört zu den angesehensten Familien auf dem Palatin.

Doch die Macht ist eine vergängliche Sache und da die Mutter von Julilla verbannt worden war, fürchtet sie auch um ihre Stellung. So werden kräftig Intrigen geschmiedet, um den Plänen Livias, der Frau an Augustus Seite, zuvorzukommen. Diese hat für die Nachfolge ihres Gatten ganz andere Vorstellungen und verpflichtet Andromeda für ihre Ziele die Herrin Julilla auszuspionieren.

Andromeda lernt schnell - schon bald sind lesen und schreiben für sie kein Problem mehr und so verfolgt sie ihre eigenen Vorstellungen, ohne sich für die Machenschaften der mächtigen Frauen benutzen zu lassen. Ist sie schlau genug, dieses Ränkespiel zu durchschauen und zu gewinnen? So viel ist sicher, sie hat es mit wahren Meisterinnen zu tun.

"Venuswurf" ist ein historischer Roman, der neben guter Unterhaltung auch fundiertes geschichtliches Wissen bietet. Im Anhang hat Tanja Kinkel, promovierte Germanistin und eine der erfolgreichsten Autorinnen dieses Genres, neben Karten Roms aus der damaligen Zeit, einen hilfreichen Stammbaum der julisch-claudischen Kaiserdynastie beigelegt. Ein kurzer Abriss über das alltägliche Leben runden das Buch ab: Welche Mahlzeiten gab es beispielsweise in reichen oder armen Häusern? Welchen Wert hatte das Geld und wie kann man dies mit den heutigen Verhältnissen vergleichen?

Ein großartiger Coup der Romankonstruktion ist die naive Haltung, die Andromeda als "Mädchen vom Lande" einnimmt. Durch ihren Zwergenwuchs huscht sie überall unauffällig vorbei und belauscht Gespräche, die eigentlich nicht für ihre Ohren bestimmt sind. Auch wenn der belehrende Ton manchmal etwas die Oberhand gewinnt, sollte man sich Tanja Kinkels kundiger Führung anvertrauen und wieder einmal einen Leseausflug in das Rom der Zeitenwende unternehmen.
manuela haselberger



   Tanja Kinkel -
   Venuswurf
    Originaltitel: »«, © 2001
    Übersetzt von
    © 2006, München, Knaur, 494 S., 19.90 € (HC)
    © 2006, München, Argon, 8 CDs, 29.95 € (CD)
   

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ein Anhang aus der Reihe "... ich habe auch ein Buch gelesen ....." ;-))

Die Kinder- und Jugendromane aus annähernd derselben Zeit der römischen Geschichte von H-D. Stöver waren in der Dramaturgie unterhaltsamer als Kinkels Venuswurf.
Ein Stück weit erinnern Teile des Romans auch an Gisbert Haefs "Roma". Das soll kein Plagiatsvorwurf sein, sondern durchaus als Lob verstanden werden, ist doch Haefs Detailbesessenheit der Detailverliebtheit einer Kinkel ähnlich - und auch Haefs Roman war nicht unumstritten.

Das Geschichtswissen, das sie aufarbeitet ist aber inselhaft, angelernt, eingebaut - man erfährt nicht wirklich etwas über die geschichtlichen Verstrickungen der Julier, über den fein austarierten Machtapparat des Augustus.

Auch sind die Alltagsbeschreibungen selten zufriedenstellend, wenn es um die reichen Patrizierhaushalte geht - allein die Taverna, das Bordell in der Suburba mit all seinen Gerüchen ist herrlich gelungen.

Ein bisschen mehr vom Lateinunterricht einbauen und vielleicht etwas bei Petronius (Das Gastmahl des ... ) stehlen hätte dem Roman gut getan. Würde man das bisschen Sex noch herauslektorieren, wäre es ein ganz tauglicher Jugendroman geworden.

... denn mit "Mondlaub" oder "Die Puppenspieler" hat T. Kinkel schon ganz andere Kaliber an Romanen geliefert.
Auf ein Neues - ich freue mich - trotz meiner obigen Zeilen - schon auf den nächsten ihrer historischen Romane ...
Thomas Haselberger




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© 17.4.2006

by Manuela Haselberger
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